Tipp des Monats

Dez 31, 2025

SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth)
entsteht selten „aus dem Nichts“. Häufige, praxisrelevante Auslöser sind Störungen der Verdauungsleistung- allen voran die exokrine Pankreasinsuffizienz. (EPI). Die Folgen anhaltender Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) reichen von Malassimilation bis zur Barrierestörung der Darmschleimhaut (Leaky Gut-Syndrom) mit systemischen Entzündungsphänomenen. Ein tragfähiges Behandlungskonzept umfasst: konsequente Ursachentherapie, gezielte Eradikation der Fehlbesiedlung und Nachbehandlung inklusive Mukosa-Heilung. 
Bei einer SIBO kommt es zu verstärkter Fermentation leicht verdaulicher Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Dabei entstehen Wasserstoff, dieser verursacht Metorismus und treibt eine Diarrhoe an. 
Methan entsteht durch Archaeen, das Methan verlangsamt die Motilität. Es entsteht eine Neigung zu Verstopfung. (IMO-Syndrom)
Schwefelwasserstoff entsteht durch Sulfatreduzierer. Es wirkt Schleimhaut-entzündend und kann Schmerzen und Durchfälle triggern. 
Klinisch weisen Völlegefühl, Bauchschmerzen, Blähungen, hell-breiige, fettglänzende Stühle, Gewichtsverlust sowie Mangelzustände an fettlöslichen Vitaminen auf eine EPI als SIBO-Treiber hin. 
Im Labor wird die Pankreas-Elastase bestimmt, um eine Aussage über die exokrine Pankreasfunktion zu erhalten. 
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