DIE GRÜNEN STIMMEN GEGEN HOMÖOPATHIE
Auf dem Grünen-Parteitag in Hannover fiel im Nov. 2025 eine Entscheidung, die die medizinische Versorgung von rund 30 Millionen Menschen in Deutschland spürbar beeinträchtigen dürfte, sobald die Partei Regierungsverantwortung übernimmt.
Noch handelt es sich nur um einen Parteibeschluss.
Wenn dieser politische Fahrplan jedoch später zu einem Gesetz werden würde, könnte er das Fundament der homöopatischen, anthroposophischen und phytotherapeutischen Arzneimittelversorgung in Deutschland massiv verändern.
Betroffen wäre nicht nur die Erstattung durch die Krankenkassen, sondern über den sogenannten Binnenkonsens auch der rechtliche Status von rund 7500 Arzneimitteln, auf die viele Praxen, Patienten und Apotheken täglich angewiesen sind.
Ohne diese Regelung gäbe es viele dieser Produkte nicht mehr im regulären Apothekenmarkt. Aktuell umfasst dieser Bereich rund 7500 Arzneimittel. Sie sind klar gekennzeichnet, apothekenpflichtig, rückverfolgbar und werden nach einheitlichen Standards hergestellt. Fiele der Binnenkonsens weg, gäbe es diese Struktur nicht mehr.
Ein Wegfall des Binnenkonsens hätte auch Folgen für die Hersteller.
Für Homöopathie, Anthroposophie und Teile der Phytotherapie wären reguläre Neuzulassungen kaum durchführbar. Allein in Baden -Würtemberg arbeiten 13 Hersteller der besonderen Therapierichtungen mit mehr als 3000 Beschäftigten. Bundesweit erreicht der Markt für homöopathische Arzneimittel einen Umsatz von ca. 700 Millionen Euro jährlich. Sein Anteil am Gesamtmarkt für freiverkäufliche Arzneimittel in der Apotheke liegt bei etwa 10 %.
„Der Heilpraktiker“ – Ausgabe Januar 2026
